Auswandern nach Spanien

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Auswandern nach Spanien

Ich bin vor 20 Jahren von Deutschland nach Spanien ausgewandert. Um es vorweg zu nehmen, ich habe es nicht bereut, aber es war und ist nicht einfach gewesen. Ich denke aber, dass es immer schwierig ist in ein fremdes Land zu gehen nicht nur hier in Spanien.

Wenn Ihr mit dem Gedanken spielt nach Spanien auszuwandern oder einfach Euren Lebensabend hier verbringen wollt, möchte ich meine Erfahrung in diesem Blog mit Euch teilen.

Ihr könnt mich gerne kontaktieren, wenn Ihr Fragen habt.

Das Wichtigste in Kürze

Als Europäer darf man in jedem EU-Land leben und auch arbeiten. Wer länger oder dauerhaft hier bleiben möchte, muss eine sogenannte NIE Nummer, ist nichts anderes als eine Registrier- und Steuernummer beantragen. Das macht man bei der örtlichen Polizei, Ausländerstelle oder beim deutsche Konsulat.

Arbeitsmarkt

Spanien hat immer noch eine hohe Arbeitslosigkeit gerade bei jungen Leuten. Es hat sich zwar in den letzten 2-3 Jahren einiges getan aber es ist immer noch nicht einfach auf dem Arbeitsmarkt. Hier an der Küste ist es dank der Touristen und der Langzeitresidenten gerade im Dienstleistungssektor besser. Eine Arbeit zu finden ist wahrscheinlicher, doch ein normaler Lohn liegt hier meistens um die 1000 € netto.

Natürlich kann man sich hier auch selbstständig machen ein sogenannter Autonomo sein, wie ich es bin. Damit kann man mehr verdienen muss aber was für einen selbstständigen normal ist mehr arbeiten.

Selbstständige sind hier in Spanien sozialversicherungspflichtig, was ich persönlich auch richtig finde. Man muss jeden Monat seine Seguridad Social das ist die Renten und Krankenversicherung bezahlen. Bei normaler Selbständigkeit sind das um die 280 € im Monat.

Lebenshaltungskosten

Viele Leute vertreten die Meinung, das die Lebenshaltungskosten in Spanien mindestens gleich oder sogar höher sind wie in Deutschland. Also wer hier nicht gerade im deutschen Supermarkt kauft, bekommt die meisten Produkte bestimmt billiger und in einer besseren und frischeren Qualität. Das haben mir auch viele meiner Kunden bestätigt die in Deutschland leben.

Ich glaube nicht, dass man in Deutschland ein Menü mit Getränk und dazu noch wirklich gut für 9,50 € bekommt oder einen Kaffee für 1,20 € (sind nur 2 Beispiele).

Auch Medikamente sind hier in der Regel viel billiger und arbeitet man und ist noch in der spanischen Krankenversicherung, zahlt man noch viel weniger, Kinder und Rentner zahlen gar nichts. 

Bei den Mieten kommt es natürlich auf den Standort an. Z. B. in Denia kostet eine Wohnung in der Stadt mit 3 Schlafzimmer, 2 Bäder, 100-120 m2, teilweise sogar mit Pool zwischen 600 und 800 € + Nebenkosten.

Dafür sind natürlich auch die Löhne etwas niedriger wie in Deutschland.

Immobilienmarkt

Der Immobilienmarkt hat sich wieder in den letzten 2-3 Jahren von der Krise erholt. Die Preise steigen wieder und es wird wieder gebaut und gekauft. Im Moment kann man noch zu vernünftigen Preisen eine Immobilie erwerben. Es gibt hier viele Agenturen und Maklerbüros vor Ort. Ich denke das der Kauf einer Immobilie hier in Spanien, gerade an der Küstenregion eine sehr gute Investition ist.

Wenn man das Objekt nicht das ganze Jahr nutzt, kann man es hier auch sehr gut zur Ferienvermietung anbieten. Siehe auch www.vima24.net

Häufig unterschätzt, die Sprache.

Jetzt komme ich zu einem Punkt, den ich einer der wichtigsten finde und der von den meisten Auswanderern unterschätzt wird, die Landessprache.

Ich kann Euch allen nur ans Herz legen und da spreche ich aus eigener Erfahrung, lernt so schnell wie möglich, auch wenn es schwer fällt, die Sprache. Sucht Euch spanische Bekannte oder Freunde, habt Kontakt mit ihnen, arbeitet am Anfang, wenn es möglich ist in Firmen wo nur spanisch gesprochen wird, und integriert Euch. Ich weiß, das das nicht einfach ist, aber so tut Ihr Euch hinterher viel leichter und kommt einfach besser zurecht und habt viel mehr Möglichkeiten.

Wichtiges Thema Integration

Genauso wichtig wie die Landessprache zu lernen ist sich in diesem Land zu integrieren. Wer sich anpasst, hat es leichter. Leider sehe ich immer wieder, wie Deutsche nur unter Deutschen leben möchten und dadurch auch nicht die Sprache lernen und sich auch nicht integrieren. Das ist eigentlich schade weil der Spanier eigentlich ein sehr offener Mensch ist. Ich habe mich mit den Spaniern von Anfang an im Großen und Ganzen immer sehr gut verstanden.

Selbst habe ich hier 2 Jahre in einer Tankstelle gearbeitet. Dort habe ich ganz schnell die Sprache und auch die Spanier und deren Lebenskultur kennengelernt.

Schulsystem

Über das öffentliche spanische Schulsystem wird oft schlecht geredet. Das ist aber nicht so. Wenn Ihr auswandern wollt und Kinder habt, ist natürlich die Überlegung, Privatschule oder öffentliche Schule. Privatschulen sind nicht unbedingt viel besser, ausserdem kosten sie sehr viel Geld. Was ich aber noch wichtiger finde, ist das dort meistens viele Auswanderer Kinder sind. Das ist sicherlich nicht schlimm, aber da sind wir wieder bei dem Thema Integration. Ich habe gesehen, dass Kinder die in öffentliche Schulen gehen, sich viel schneller integrieren, und nach kurzer Zeit die Sprachen lernen. Sicherlich ist es am Anfang für die Kinder nicht einfach. Aber ich denke, man will ja in Spanien und mit den Spaniern leben.

Ärztliche Versorgung

Ich denke, dass die ärztliche Versorgung nicht schlechter ist wie in Deutschland. Kürzungen im Krankenkassensystem gab es auch hier in Spanien. Das ist aber sicherlich europaweit so.

Am Anfang nicht zu viel erwarten

Wenn Ihr nach Spanien auswandern wollt, erwartet am Anfang nicht zu viel. Aller Anfang ist schwer, man muss, das wie der Spanier sagt poco a poco angehen auf deutsch, Stück für Stück. Aber wenn man Geduld hat, kann man es schaffen.

Warum Spanien?

Wer hier in Spanien leben will und gerade an der Mittelmeerküste, kann das milde Klima, kilometerlange Sandstrände, kulinarische Genüsse, historisches Bauwerke, Fiestas und natürlich die spanische Lebenskultur genießen.

Spanien hat viel zu bieten. Man kommt, auch wenn man offen ist, mit den Spaniern sehr gut zurecht. Auch lernt man gerade an der Küste sehr viele andere Kulturen kennen, da hier ein internationales Publikum lebt. Ich habe z. B. sehr viele kolumbianische Freunde und Bekannte.

Hier wird alles ein bisschen lockerer gelebt. Man macht sich nicht so viele Gedanken, man lebt mehr den Moment und ich finde persönlich, das ist gut so.

Schlusswort

Im Internet gibt es viele Zahlen über Auswanderer und auch viele, die wieder nach Deutschland zurückgekehrt sind.

Leider wird auch von vielen, Spanien schlecht geredet. Ich möchte hier auch nicht alles schön reden, aber in keinem Land ist es einfach weder in Deutschland noch in Spanien oder sonst wo auf der Welt. Jedes Land hat seine guten und weniger guten Seiten. Kämpfen muss man überall.

Der Schritt muss gut überlegt sein, natürlich auch finanziell.

Doch wer will, geduldig, flexibel, fleißig und offen für das Land und die Leute ist, kann es schaffen sich zu integrieren, um ein Teil von diesem schönen Land zu werden.

 

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